Die Geschichte der Brauerei in Horneck

Horneck ist ein kleines Dorf im Herzen der Hallertau.

 

Es liegt in einer Hügellandschaft, umgeben von Wäldern, Feldern, Wiesen und Hopfengärten und ist geprägt von alter bäuerlicher Tradition.

 

Urkundlich erwähnt wurde der Ort schon im 13. Jahrhundert, er gehörte damals dem Geschlecht der >>Hornpeck zu Horneck<<. Diese hatten ein Schloss, das Wening 1701 wie folgt beschrieb:

Ein altes dickes Gemäuer, so in der Vierung gebauet, mit einem Weiher umfangen, und etlich wenig Zimmern versehen.

Dieses Schloss geriet in Verfall, heute ist nur noch ein Hügel zu sehen.

 

Am Rand des Dorfes, an der Hauptstraße, stand eine "Gast- und Tafernwirtschaft" mit  kleiner Landwirtschaft, welche sich bis 1700 zurückverfolgen lässt.

 

Der Wirt hieß damals Paulus Aigner, ihm folgte 1713 ein Mathias Prieller;

ab 1725 waren die Rohrmüller´s und ab 1770 die Weigl´s Wirtsleute in Horneck.

 

Im Jahre 1815 wurde Anton Stempfhuber aus Niederhornbach durch Einheirat Wirt in Horneck.

Josef Stempfhuber, sein ältester Sohn, erbte 1850 das Anwesen.

Er vergrößerte die Landwirtschaft durch Zukauf von Grund, baute 1861 das Gasthaus von Grund auf neu.

 

Im Jahre 1881 errichtete er eine Brauerei und braute dunkles Bier, welches in Horneck und in den umliegenden Dörfern verkauft wurde.

 

1891 übernahm sein Sohn Max Stempfhuber den Betrieb, dieser starb jedoch schon 1903 mit 38 Jahren. Die Witwe Anna heiratete den Braumeister Ludwig Donaubauer und führte mit diesem den Betrieb weiter, bis 1923 ihr Sohn Josef Stempfhuber übernehmen konnte. Auch ihm gelang es, sowohl die Brauerei als auch die Landwirtschaft zu vergrößern und zu modernisieren.

 

Ihm folgte 1951 sein ältester Sohn Josef Stempfhuber, der heutige Chef der Firma und derzeitiger Bräu von Horneck.

 

Seit 1815, durch fünf Generationen, pflanzen die Stempfhubers den guten Hallertauer Hopfen und ernten die feine Braugerste.

Seit 1881, durch vier Generationen, verarbeiten sie diese Rohstoffe weiter zu Malz und zu Hornecker Bier, welches in weitem Umkreis bekannt und beliebt geworden ist.

Jede dieser fünf Generationen konnte durch Fleiß und Zielstrebigkeit den Betrieb erweitern und festigen, sodass sich aus der ehemaligen kleinen Wirtstaverne eine bekannte mittelständische Brauerei mit umfangreicher Landwirtschaft entwickelte, die zu den angesehensten und leistungsfähigsten der Hallertau gehört.

 

1861 die neuerbaute Gastwirtschaft

 

1951 die Brauerei mit Landwirtschaft

 

1971 die erweiterte Brauerei mit neuer Mälzerei

 

1927 –   100 Flaschen pro Stunde mit 2 Personen.

 

1950 – 1.000 Flaschen pro Stunde mit 4 Personen.

 

1960 – 4.000 Flaschen pro Stunde mit 5 Personen.

 

1970 – 8.000 Flaschen pro Stunde mit 6 Personen.

 

1980 – 20.000 Flaschen pro Stunde mit 5 Personen.

 

1990 – 36.000 Flaschen pro Stunde mit 4 Personen.

 

2005 – eine zweite Abfülllinie für 

          16.000 PET- Flaschen pro Stunde mit 2 Personen.